Mybet Aktie nach Insolvenzantrag im Keller

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Bei Mybet handelt es sich um einen der bekanntesten und beliebtesten Wettanbieter in Europa, der gleichzeitig auch Casino Spiele in Hülle und Fülle bietet. Jetzt scheint es so, als ginge eine Ära zu Ende. Die Auswirkungen des Insolvenzantrags, den die Mybet SE bereits in einigen Wochen stellen will, sind bereits jetzt deutlich zu spüren. So ging die Aktie des Unternehmens, das unter dem Namen Fluxx bekannt wurde, um 70% runter.

Mybet Casino LogoRund 10 Jahre ist Mybet als Buchmacher am Markt. Ziemlich schnell entschieden die Betreiber, neben Sportwetten auch einen Casinobereich anzubieten. Man sagte dem Konzern eine rosige Zukunft voraus. Dass diese so schnell vorbei sein würde, damit haben weder Betreiber noch Glücksspielexperten gerechnet. Während es beim Konkurrenten Bet-at-Home weiter gut läuft und sich der Kurs dort in nur drei Monaten beinahe verdreifachte, muss Mybet nun einen 70%igen Verlust wegstecken. Auch für Bwin geht es positiv weiter. Der Buchmacher schaffte es sogar, den Wert seiner Aktie zu verzehnfachen. Allerdings müssen nun neben Mybet auch einige weitere Unternehmen um ihre Existenz fürchten. Grund dafür ist die Tatsache, dass der Gesetzgeber hart durchgreift und wenn möglich schon bald alle ausländischen Unternehmen vom Markt verdrängen will. Ob dies wirklich passiert, das sei einmal dahingestellt. Für Mybet jedenfalls führt kein Weg mehr an einer Insolvenz vorbei.

Ein herber Schlag für das Erfolgsunternehmen

Die Geschichte von Mybet war vorbildlich. Nach zwei Namenswechseln von Fluxx.com über Jaxx zu Mybet glaubten vor allen Dingen Experten der Branche daran, dass dieser Konzern auch noch in mehreren Jahrzehnten von Erfolg gekrönt sein wird. Nun allerdings ist genau das Gegenteil der Fall. Bereits am vergangenen Dienstag blieb dem Vorstand nichts anderes übrig, als reinen Tisch zu machen. Aufgrund nicht gezahlter Steuern, der damit verbundenen Zahlungsunfähigkeit sowie weiterer Probleme bleibt Mybet nur noch der Weg in die Insolvenz.

Zunächst ruhte alle Hoffnung auf einem Investor. Gespräche mit ihm scheiterten allerdings schneller als erwartet. Der geplante Verkauf der Webseite www.mybet.com kommt damit nicht zustande, finanzielle Unterstützung bleibt ebenfalls aus. Das Problem waren offenbar sehr hohe Anforderungen, denen Mybet einfach nicht gerecht werden kann. An der Börse blieben die finanziellen Defizite des Konzerns nicht unbemerkt. Noch ehe die Insolvenz überhaupt begonnen hat, fällt der Wert der Aktie um rund 70%. Wenn man so will, ist sie damit kaum mehr als ein wertloses Stück Papier, mit dem der Konzern seine Verluste sicher nicht auffangen kann.

Rechtliche Lage setzt Glücksspielunternehmen zu

Vor allen Dingen in Deutschland gibt es weiterhin das Glücksspielmonopol Lotto sowie die staatlichen Spielbanken, die vor ausländischer Konkurrenz geschützt werden sollen. Auch, wenn die Vorgaben des Landes nicht EU-konform sind, machen sie vielen Unternehmen der Branche schwer zu schaffen. Dass Mybet längst nicht mehr so gut dasteht wie noch vor 10 Jahren, davon haben Spieler kaum etwas mitbekommen. Seit Jahren schon machen die Betreiber gute Miene zum bösen Spiel. Nach dem Umsatzrekord im Jahr 2009, mit damals etwa 115 Millionen Euro, ging es immer weiter bergab. Im vergangenen Jahr kam Mybet auf gerade einmal 25 Millionen Euro – bei annähernd gleichbleibenden Kosten. Entsprechend schnell sammelten sich Steuerrückstände an, die nun von Seiten des Finanzamts zwangsvollstreckt werden sollen. Da aber kein Geld mehr verfügbar ist, bleibt den Betreibern nur noch die Insolvenz. Da keine weiteren Investoren zu finden waren, kam es hier zu keiner alternativen Lösung.

Offenbar hat sich der Betrieb von Mybet.com wirtschaftlich nie wirklich gelohnt. Fünf Jahre nach der Gründung verzeichnete der Konzern erstmals ein minimales Plus. Bis dahin war jedes Jahr ein reines Minusgeschäft für das Online Casino sowie den Buchmacher Mybet. Die Regulierungsbehörden machten es dem Konzern nicht einfacher. Da die Vorgaben sehr strikt sind, musste sich Mybet bereits aus diversen Ländern Europas verabschieden. Einige Zeit lang gab es auch in Deutschland nur noch Sportwetten, den Betrieb des Casinos haben die Verantwortlichen erst vor kurzem wieder aufgenommen – mit eher mittelmäßigem Erfolg.

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Auch Investoren leiden unter dem Aktientief

Nur ein kurzer Hoffnungsschimmer war die damalige Zusammenarbeit mit der in Österreich ansässigen Novomatic. Wenige Monate lang hatte Mybet die Ehre, Kunden echte Novoline Spiele anbieten zu dürfen. Damit traf das Unternehmen definitiv den Nerv vieler Spieler. Allerdings wurde die Zusammenarbeit schneller wieder beendet als erwartet. Die Novomatic hat sich bald dazu entschieden, Book of Ra und Co. nur noch bei Stargames anzubieten. Innerhalb von Tagen mussten die Betreiber umdenken und neue Partnerschaften schließen, was ihnen tatsächlich gelang. Dann allerdings ging es doch steil bergab, und man suchte händeringend nach einem Investor. Die Gespräche mitselbigem waren bereits im Juni 2018 gescheitert.

Wer auch immer in Mybet Aktien investiert hatte, wird heute froh darüber sein, wenn es sich nur um kleine Beträge handelte. Diese sind mit dem starken Abfall von 70% nämlich wertlos. Tendenziell wird der Kurs nach dem Beginn der Insolvenz noch weiter fallen – bis die Aktien irgendwann komplett vom Markt verschwinden. Als die Branche gerade ihren ersten Hype fand, stieg der Wert von 65 auf 436 Euro. Kurz darauf lag er nur noch bei 2 Euro, um sich dann minimal zu erholen. Diese Zeiten sind nun endgültig vorbei.

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